Konitschiwa, liebe eisige Kartoffeln.
Ich hab gehört, es gab schon den ersten Schnee? Ich begreif
immer noch nicht ganz, dass nun schon Ende November ist. Das wird der erste
Winter ohne Schnee, das erste Weihnachten ohne Weihnachtsmänner, die die Fassaden
der Einkaufsläden in der Fußgängerzone hochklettern. Und ich freu mich drauf!
Ich hab mit ein paar anderen Freiwilligen zusammen geplant, über Weihnachten
und Silvester nach Zanzibar zu fahren. Mal sehen, was letztendlich aus dem Plan
wird, aber egal wie wir es verbringen, es wird definitiv das spektakulärste
Weihnachten bisher.
Während ihr also fleißig Schnee schippt und Schals und
Handschuhe raus kramt, genieße ich hier weiterhin die Sonne und die wunderbaren
Moskitos, mit denen ich mir zahlreich meine Wohnung teile.
Mir geht’s hier immer noch mehr als gut und ich kann nicht
ganz glauben, dass schon drei Monate rum sind. Gleichzeitig fühlt es sich wie
eine Ewigkeit an, ich bin hier zuhause, Kasese ist mir vertraut und ich hoffe,
dass sich die nächsten neun Monate wie eine Ewigkeit anfühlen werden. Der
Gedanke, wieder am Münchner Flughafen anzukommen, ruft gemischte Gefühle
hervor. Klar, es wird schön sein, Familie und Freunde wieder zu sehen, der alte
vertraute Geruch, die alte vertraute Unfreundlichkeit und die alte vertraute
Stadt. Aber jetzt im Moment freue ich mich mehr darüber hier zu sein, als über
diesen Gedanken.
Gestern hab ich mich um fünf Uhr morgens aus dem Bett
gequält, weil ich mit zwei anderen Freiwilligen aus Kasese Löwen-gucken gehen
wollte. Mit anderen Worten: Ich war für einen Tag einer dieser Menschen, die
man als Freiwilliger nach ein paar Wochen nur noch lächerlich findet, die mit
ihren furchtbaren Tarnmuster-Klamotten, peinlichen Stoffhüten und dem albernen
Ich-bin-ja-so-abenteuerlustig Getue im 4WD rumgeschippert werden, nur um danach
zuhause Bilder zu zeigen und sagen zu können, man wäre in Afrika gewesen.
Entschuldigt die Beleidigungen,
aber an und für sich halte ich von Safari-Touristen nicht so wirklich viel.
Trotzdem war ich gestern einer davon. (Selbstverständlich ohne Tarnmuster und Hut!) Und es war toll. Löwen haben wir im Queen Elizabeth Nationalpark nicht
gesehen, aber unser Guide hatte einen Minivan mit Schiebedach. Wir standen auf
der Rückbank und haben aus dem Schiebedach rausgeschaut. Der Himmel war
ziemlich beeindruckend zu der Zeit, graues Weltuntergangsflair hat sich mit
weichem, sommerlichem Sonnenschein abgewechselt.
Wir waren wieder an einem Salzsee
(?), so einem wie der Katwe-Lake, von dem ich euch letztes Mal ein Bild gezeigt
habe.
Danach haben wir eine Bootstour
gemacht, die das fast noch übertroffen hat. Wir lagen vorne auf dem Deck und
das Wasserrauschen und der Ausblick waren unfassbar entspannend. Wir haben sehr
viele Hippos und Wasserbüffel gesehen und als kleines Highlight auch eine
Elefantenfamilie, die sich Am Kanalufer erfrischt hat.
Um ein Uhr waren wir dann fertig
mit dem Programm und es hat sich angefühlt, als wären wir eine Ewigkeit
unterwegs gewesen. Eine gute Ewigkeit.
War auf jeden Fall ein ziemlich
eindrucksvoller Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Ich hoffe, die Fotos bringen das
Erlebte zumindest annähernd gut rüber und ich hoffe auch, dass eure Heizungen
alle funktionieren.
Auf bald!
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| Die Straße im Nationalpark mit Weltuntergangsflair |
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| Viiiele Antilopen |
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| Die Straße - schon nicht mehr ganz so Weltuntergangsmäßig |
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| Der Vogel, der auch auf der ugandischen Flagge abgebildet ist |
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| Baum + Vögel |
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| Gruppenkuscheln |
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| Der Salzsee |
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| Ein Bisschen Paradies |
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| THAT Look |
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| Büffeldibüffedibüffel |
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| Vogeldivogeldivogel |
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| Ein ziemlich malerisches Kanu mit zwei Fischern |
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| Der wohl entspannendste Platz der Welt auf dem Schiff |
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| die wohl coolsten Tiere der Welt |