Jetzt hat mich das Blogfieber also doch wieder gepackt. Monatelang kommt nichts und dann gleich zwei mehr oder (eher) weniger direkt hintereinander.
Wir hatten heute (Gast)familientag.
Zum Mittagessen hab ich für meine Gastmutter und die Kids Pfannkuchen gemacht. Das ist zwar auf den lokalen Kohleofen etwas schwieriger als am Herd bzw am Gaskocher, da es länger dauert und man die Hitze nicht regulieren kann, hat mir aber trotzdem großen Spaß gemacht, das Kochen hat mir nämlich seit meinem Umzug in die Gastfamilie doch sehr gefehlt.
Als Belag gabs dann Zimt/Zucker, ziemlich leckere Erdbeermarmelade, Bananenscheiben und Schokosauce.
Wie gut es letztendlich wirklich ankam, kann ich natürlich nicht sagen, aber mir wurde gesagt dass es schmeckt. Ein Junge meinte "Looks like Rolex" und er hat recht. Jetzt wisst ihr auch wie ihr euch rolex vorzustellen habt. Natürlich schmeckt es anders, da Chapati keine Pfannkuchen sind (keine Milch/Eier( und man als Pfannkuchenbelag normalerweise auch kein Omelett einrollt. Nichtsdestotrotz: Äußerlich unterscheidet sich beides nicht wirklich.
Da ich viel zu viel Teig gemacht habe, hat meine Gastmutter Biira dann vorgeschlagenen, dass wir den Rest des Teiges ja auch gleich zu Mandazi verarbeiten könnten.
So durfte ich ihr dann am abend auch beim Mandazizubereiten über die Schulter schauen.
Mandazi sind frittierte Teigklumpen (googelt das lieber nochmal für eone bessere Kurzbeschreibung, meine kulinarische Eloquenz ist nicht gerade ndeke - 'gut') und typisch ostafrikanisches Streetfood, wird, so wie ich das mitbekommen habe, gerne zum Frühstück bzw Abend-Porridge gegessen.
Da das Rezept super easy ist will euch mal dran teilhaben lassen.
Man nehme 1kg Mehl, 50gr Backpuler, einanhalb Tassen Milch, 250gr Zucker und optional Eier.
Schön moschen, bis der Teig ungefähr so zäh wird wie der für pizza, dann 15 Minuten stehen lassen.
Jetzt bestäubt ihr eure Arbeitsfläche mit Mehl und rollt den Teig etwa Fingerdick aus und schneidet Dreiecke/Vierecke oder Kreise mit Loch drin (Doughnuts), etwa so vier mal vier centimeter, könnt ihr aber nach eurem persönlichen belieben anpassen.
Dann legt ihr diese Teig-dingsis in eine Pfanne, die ihr mit Öl füllt - sollte bereits kochen. Genaue Zeitangaben kann ich euch nicht geben, da das von der Ofen/Herdart abhängt.aber sobald die eine Seite braun frittiert ist, wendet ihr sie und lasst auch die andere seite bräunen ( das kann vielleicht so 2 bis 10 Minuten insgesamt dauern), dann nehmtihr sie mit einer gelöcherten Schöpfkelle aus der Pfanne und legt sie für ein paar minuten irgendwo hin, damit das Öl abtropfen kann.
Wenn ihr sie klein (1qcm) und viereckig macht, werden sie "Daddies" genannt.
Mandazi werden hier eigentlich in den meisten kleinen Shops verkauft für umgerechnet ca 10 cent das Stück.
So falls ihr das zuhause probiert, würde ich mich über eine Rückmeldung freien.
Behabt euch wohl und bleibt schnittig.
Der Arm meiner Gastmutter, wie er den ausgerollten Teig in Stücke schneidet. und rechts die Mandazi in der Frittierpfanne.
Die fertigen Mandazis
"Daddies"








