Wabukyire, meine lieben Kartoffeln,
Bevor's losgeht, erstmal liebe Grüße und ein fettes Danke an Hedi und Anna, von denen ich tatsächlich eine belanglose Email mit ein paar Infos aus Deutschland bekommen habe. Hab mich riesig gefreut!
Ich bin ja zur Zeit mehr oder weniger dabei, die Sprache hier, Lukonzo, zu lernen. Und was das angeht; die Sprache wäre der einzige Grund, wieso ich gern in der Umgebung von Kampala leben würde. Dort spricht man hauptsächlich Luganda, eine schön-klingende, seeeehr viel einfachere Sprache. Nicht, dass Lukonzo nicht schön klingt, aber einfach ist es wirklich nicht.
Lustig finde ich, dass "Ich verstehe nicht" auf Lukonzo "Singathayiteghererya" heißt, was laut meinem Sprachlehrer ja super einfach ist, weil's ja nur ein Wort für einen ganzen Satz ist. Ha ha. Viel Spaß bei dem Versuch, den Buchstabensalat mal auszusprechen.
Ich will euch trotzdem mal ein paar Alltags-Floskeln beibringen. Wenn ich zurück komme, haben wir dann eine "Geheim"sprache, die nur wir verstehen und alle Leute denken, es handelt sich um 'ne Verschwörungstheorie. Very cool, richtig?
- Also, dass Wabukyire ("Wabutschire") 'Guten Morgen' heißt, habt ihr wahrscheinlich mittlerweile begriffen.
- Wenn man eine Person ein zweites mal an einem Tag sieht oder 'Guten Nachmittag' sagen will, heißt das Wasibiri (ausgesprochen wie man's schreibt)
- 'Wie gehts dir?' kann entweder Yiri wahe ("Jiri wahe") heißen oder Wuneyo (Ausgesprochen wie mans schreibt, aber mit einem stummen "w")
- Die Antwort darauf ist Nimerembe ("Nimärämbä") oder Nibuholho ("Nibuhollo"), was beides so viel wie "Alles friedlich" heißt.
- "Danke" heißt Wasingya ("Wuasintscha") und ist so das Wort, dass man hier am häufigsten hört. Danke fürs Kochen (Wasingya eritsumba - "Wuasintscha erizumba"), Danke fürs Kommen (Wasingya eryasa - "Wuasintscha erijasa"), Danke fürs Dankesagen (Wasingya erisima - "Wuasintscha erisima"), Vielen Dank, (Wasingya kutisbu - "Wuasintscha kutsibu")
So, das war jetzt mal eure erste Unterrichtsstunde, übt fleißig, beim nächsten Mal geht's weiter und wenn ich zurück in Deutschland bin, erwarte ich ein selbstgedichtes Lied auf Lukonzo.
Weiter im Programm. Gestern war ich mit einem Freund, der hier eine Ausbildung zum Tourguide macht, am Queen Elizabeth Nationalpark. Wir haben uns ein Auto samt Fahrer für den Tag gemietet (Gott, ich vermiss Autofahren, hätte mir mal einen internationalen Führerschein beantragen sollen, bevor ich hergekommen bin) und sind losgedüst, was ziemlich cool war, da seine Schule direkt am/im Park ist und er die ganzen guten Orte kennt. So haben wir Büffel, Paviane, Hippos, Antilopen und Flamingos aus nächster Nähe gesehen. Da ich schon öfter durch den Nationalpark gefahren bin, um Chiara zu besuchen (Sie wohnt praktisch am anderen Ende des Parks), hab ich schon das ein oder andere Mal Elefanten gesehen, nur leider immer mindestens so fünf Meter entfernt. Hatte die Hoffnung, dass wir gestern welche näher sehen, war aber leider nicht der Fall.
Trotzdem, war ein richtig toller Tag und ich hab mich noch ein Bisschen mehr in die Gegend hier verliebt.
Um euch ein Bisschen neidisch zu machen, kommen hier mal die Bilder von gestern:
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| Katwe-Lake, die Quadrate im Wasser dienen zur Salzgewinnung |
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| Ein Pavian auf der Straße |
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| Ein Pavian auf dem Auto |
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| Eine Antilope |
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| Büffel |
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| Ein... See, whoop whoop! |
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| Das Auto, das uns rumgeschippert hat und eine menschenleere Straße |
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| Noch ein Büffel, guck mal wie niedlich der guckt! |
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| Loch Ness |
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| Flamingos mit Kühen |
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| Flamingos ohne Kühe |
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