Donnerstag, 14. Januar 2016

Lebenszeichen.

Hallo Kartoffeln!
Entschuldigt, ich bin eine schlechte Bloggerin.
Ich bin prima darin, Sachen anzufangen, aber wenns an durchhalten geht, bin ich 'ne Niete.

Deshalb jetzt also schön verspätet noch ein wunderbares Jahr für euch! Hoffe Weihnachten war erträglich?

Meins war sehr schön, Chiara kam nach Kasese und wir haben hier mit zwei anderen Freunden im Hotelzimmer mit hängendem Plastikbäumchen und Glühwein aus de Wasserkocher gefeiert.
Ein paar Tage später sind Chiara und ich dann nach Tansania aufgebrochen, da wir uns Silvester mit zwei anderen Volunteers auf Zanazibar treffen wollten.
Die Reise war länger als gedachte (Besonders die dreißig-stündige Busfahrt von Bukoba nach Dar es Salaam war kein Zuckerschlecken), aber lustig.
Gestartet sind wir in Mbarara, eine Stadt nah bei Chiara, von da aus nach Masaka. Da dann im Auto an die Grenze. An der Grenze lief alles reibungslos, Visa sofort bekommen und die Leute waren freundlich.
Von der Grenze haben wir dann einen Minibus (identisch zum ugandischen Matatu) nach Bukoba genommen. Die Fahrt war ziemlich abschreckend, da wir permanent angestarrt wurden (ja, klar, das gibt's in Uganda auch, aber weeiiitaus nicht so extrem) und zwei Frauen, die vor uns saßen usn sogar ungefragt fotografiert/gefilmt haben. An einem Stopp haben wir dann noch eine Prügelei zwischen zwei Sodaverkäufern mitbekommen, heißt der erste Eindruck von Tansania war erstmal sehr schlecht. Als wir dann abends in Bukoba angekommen sind, haben wir verzweifelt nach einem Hotelzimmer gesucht. Wir hätten schwören können, dass in keinem der fünf Hotels/Lodges in denen wir waren auch nur ein Gast war (teilweise standen auch Türen offen und man konnte in leere, unbesetzte Zimmer sehen), aber als wir versuchten, auf englisch nach einem Zimmer zu fragen, wurden wir jedesmal abgewiesen. Letztendlich haben wir dann doch noch ein sehr schönes Zimmer in einem sehr schönen Hotel mit einer sehr netten Rezeptionistin gefunden.
Ich möchte hier jetzt nicht rumstänkern und Tansania schlecht machen, schließlich haben wir nur einen winzigkleinen Teil des Landes gesehen und die Freiwilligen unserer Organisation, die nach Tansania entsendet wurden, schwärmen auch nur, aber wir sind wohl auf unserer Reise was das angeht auf die falschen Leute getroffen. Die unfassbare Hitze, die ich ja eigentlich dachte, aus Kasese schon gewöhnt zu sein, machte uns in Dar es Salaam, wo wir dann nach der langen Busfahrt ankamen, auch ganz schön zu schaffen.
Dort sah die Welt dann schon wieder ganz anders aus, eine sehr liebe Frau, die auch auf dem Weg nach Zanzibar war, half uns ein Hotel zu finden. Das war dann auch echt schön, mit kleiner Terrasse und guter Lage. In Dar es Salaam haben wir ein Bisschen westliches Leben genossen, waren in Malls, bei KFC, Subways, Shoppen und im Kino.
Ich hab das zwar alles hier bisher noch nie vermisst, aber es war auch mal schön.
Am 31. sind wir dann mit der Färe nach Zanzibar. Silvester haben wir auf einer riiiiesigen Strandparty verbracht, auf der gefühlt alle Volunteers aus ganz Afrika waren. Das Feuerwerk war mittelmäßig, aber der Strand wunderschön. Wir saßen dort den ganzen Abend, haben ein Bisschen Soda getrunken und gequatscht.
Da habe ich dooferweise auch meine Schuhe verloren, bzw. sie wurden mir geklaut als ich sie kurz unbeaufsichtigt im Sand habe liegen lassen. Die einstündige Rückfahrt in das Hotel habe ich dann also barfüßig bestritten. Nur die Harten kommen in den Garten!
Die Rückfahrt war noch lustiger als der Abend an sich und ziemlich abenteuerlich. Chiara und ich saßen mit vier anderen Partygästen zusammengequetscht im Auto und hatten ne Menge Spaß.
 Da mit der Planung was das Hotelzimmer anging (wir musste letztendlich 50 Dollar für eine runtergekommene Absteige zahlen) so einiges schief gelaufen ist , sind wir am 1. dann auch wieder nach Dar es Salaam aufgebrochen und haben unser westliches Kino-KFC-Konsumieren-Programm weiter fortgesetzt. Unser Hostelzimmer da war leider nicht so super und komplett überteuert, aber es waren trotzdem ein paar schöne Tage.
Die lange Busfahrt von Dar es Salaam nach Bukoba war diesesmal auch um einiges erträglicher!
In Bukoba lief dann diesesmal auch alles glatt, hatten ein tolles Hotelzimmer und einen wunderwunderschönen Abend auf dessen Dachterasse.
Auch wenn die Reise wirklich Spaß gemacht hat - wobei, ohne Chiara wäre ich vermutlich schon auf der Hinreise in Bukoba verzweifelt - waren wir beide wieder seeehr froh, zurück in Uganda zu sein. Es hat sich ein Bisschen nach Nachhausekommen angefühlt, ganz besonders als ich, nachdem ich noch ein paar Tage bei Chiara verbracht habe, wieder in Kasese angekommen bin. Ich liebe diese Stadt einfach immernoch viel zu sehr!
Es war die ersten Nächte erstmal etwas komisch, wieder alleine zu sein, da wir ja wirklich 24/7 zu zweit waren, aber mittlerweile ist wieder alles wie davor. Ich freu mich riesig auf mein Tailoring-Projekt, das nächste Woche startet (aber davon erzähl ich euch nächstes mal mehr), bin froh wieder in der Gastfamilie zu sein, in die ich vor einem Monat gezogen bin und fühl mich wieder komplett zuhause.

Wie ihr hört, geht es mir immer noch seeehr sehr gut hier!
Und euch so? Ich hab gehört, am Wochenende ist in Nürnberg Schnee gemeldet?


Ich sag jetzt mal Bukayghe und bis zum nächsten Mal und lass euch mit ein paar Bildern zurück.

Aus dem Busfenster raus 
Im Bus

Sansibar


1 Kommentar:

  1. Böse Bloggerin, böse Bloggerin! Immer lässt du uns so lange warten! ;-) <3 viele Grüße aus Berlin von Anna

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